Ich suche folgende Dinge:

  • Eine Aufzeichnung der Sendung Undercover Deutschland: Kindesmisshandlung und Schwarzarbeit bei den ’12 Stämmen‘ des Privatsenders RTL vom 05.08.2014. Bevorzugt in HD (HD-Plus-Restriktionsumgeher zeigt euch ^^), zur Not tut es jedoch auch eine SD-Version.
  • Zugang zur Facebook-Gruppe Gemeinsam gegen die 12 Stämme für eine auf Facebook angemeldete Freundin von mir.
  • Kontakt zu mit den Fällen um die 12 Stämme betrauten Personen in den Amtsgerichten Nördlingen und Ansbach.
  • Kontakt zu mit den 12 Stämmen vertrauten Personen im Landratsamt Donauwörth (hier habe ich bereits einen Kontakt, suche aber noch weitere Quellen.)
  • Einsicht in die Gerichtsakten der 12-Stämme-Familien.
  • Kontakt zu Pflegefamilien von Kindern der 12 Stämme.
  • Kontakt zu Aussteigern aus den 12 Stämmen.

Die sanfte Rute gibt es nicht!

Vor geraumer Zeit, am 06.09.2014, veröffentlichte Agrippino auf seinem Blog einen Artikel mit dem Titel Sanfte Rute, jetzt erhältlich. Das Werk war ihm hinterher derart peinlich, dass er es schnell wieder gelöscht hat. Doch ich habe noch einen Screenshot im Archiv:

Agrippino Rovetto - Sanfte Rute, jetzt erhältlich

Und neben der Präsentation eines Screenshots möchte ich es auch nicht versäumen, den Artikel Agrippinos inhaltlich zu kommentieren. Denn er ist verräterisch!

Endlich kann man sie haben, die Rute für die religöse oder traditionelle Erziehung. Die Rute hat einen Federmechanismus der egal wie stark man sie Anwendet keine Verletzungen oder Schmerzen zufügen kann, also auch keine Misshandlung.

Okay, Agrippino, selbst du siehst also ein, dass es Misshandlung ist, wenn Kindern Schmerzen zuzufügt werden. Trotzdem verteidigst du die 12 Stämme, wenngleich diese doch sogar selbst ganz offen damit prahlen, dass sie ihren Kindern Schmerzen zuzufügen!

Das glaubst du nicht? Ich zitiere Carsten „Schaubestürztindiekamera“ Hennigfeld zum Thema Kinder-mit-der-Rute-bearbeiten:

Das tut kurz weh und dann ist die Sache aus der Welt! [Aus einem Interview mit dem BR.]

Da hat ein Mitglied der 12 Stämme einmal öffentlich die Wahrheit gesagt, und zugegeben, dass die Schläge ihren Kindern wehtun, also Schmerzen verursachen – und zwar verursacht durch die Rute! Ob es nur „kurz“ wehtut, sei bezweifelt – doch allein schon das Eingeständnis, dass es weh tut, hat Folgen! Denn Personen wie Agrippino Rovetto versuchen sich für gewöhnlich im Namen der 12 Stämme herauszureden, indem sie sagen „Zucht“ wäre kein „Schlagen“.

Deshalb jetzt die Fakten dergestalt formuliert, dass auch Agrippino sie versteht: Wer ein Schlaginstrument wie zum Beispiel eine Rute benutzt, dem ist der schmerzvolle Effekt, welcher sich allein mit der Hand erzielen ließe, noch nicht schmerzvoll genug. Wer ein Ende der Rute mit dem Handgelenk ruckartig um auf den Hintern seines Opfers zudreht, der bewegt auch das andere Ende der Rute ruckartig auf jenen Hintern zu – wobei besagtes anderes Ende jedoch eine höhere Geschwindigkeit erreicht, als das in der Hand liegende Ende der Rute, da es eine längere Strecke zurücklegen muss (Hand = Kreismittelpunkt, Spitze der Rute = Kreis selbst). Folglich wird das dem Zögling zugewandte Ende der Rute beim Auftreffen auf dessen Hinterteil auch viel stärker verzögert/abgebremst/negativ beschleunigt, als das Ende, welches in der Hand des Erziehers ruht. Und je abrupter die Verzögerung, umso größer die Schmerzen! (Es ist ja auch so, dass bei einem Auffahrunfall mit dem Auto die Motorhaube umso stärker eingedrückt wird, je schneller das auffahrende Fahrzeug auf den anderen Pkw aufprallt. Wobei die Dellen am Auto dann analog zu den Striemen am Kind sind.) Mit der Rute lassen sich folglich sehr leicht große Mengen an Schmerzen beim Zögling erreichen, ohne dass der Züchtiger selbst Schmerzen empfindet. Wer dagegen mit der Hand schlüge, erlitte die gleichen Schmerzen, wie die Person, die geschlagen wird; da die geöffnete Handfläche genau das gleiche Maß an Verzögerung erlebt, wie der betroffene Hintern. Das nennt der Physiker „Impulserhaltung“ – und dass der Impuls bei der Verwendung einer Rute für den Schläger vernachlässigbar ist, hat was mit dem „Hebelgesetz“ zu tun.

Agrippino könnte jetzt einwerfen, was er auf seinem Blog schon mal behauptet hat: dass das mit der „Rute“ lediglich symbolisch gemeint wäre. Und dass es ja auch kein Schlagen wäre, wenn einem Pferd die Sporen gegeben werden (dabei tut auch das dem Pferd weh.) Doch die 12 Stämme scheinen die biblische Anweisung mit der Rute nicht symbolisch zu meinen, was auf den Videobeweisen Wolfram Kuhnigks sehr gut zu erkennen ist.

Zu den restlichen Inhalten von Agrippinos Artikel führe ich nichts weiter aus, denn die „Stimmen von Eltern“ sowie die „Stimmen von Kindern“ sind ganz klar ein Fake. Das ist genau das Gleiche, wie wenn Unternehmen eine gefaktes FAQ erstellen, wenngleich sie zu ihren Produkten noch nie eine einzige Frage gestellt bekommen haben.

Carsten Hennigfeld schaut bestürzt in die Kamera

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Bilder sagen ja manchmal mehr als 1.000 Schimpfworte. Deshalb hier für euch: Carsten Levi Hennigfelds bestürztes Gesicht, welches er stets dann aufsetzt, wenn er Dinge erzählt, von denen er meint, sie wären ihm, seiner Familie oder den 12 Stämmen gegenüber ungerecht.

Linkes Bild: Carsten Hennigfeld gibt einer Privatperson ein Interview, nachdem er am 05.04.2014 in Stuttgart an der zweiten „Demo für alle“ gegen den Bildungsplan 2015 teilgenommen hat. Er ist furchtbar entsetzt über Medienpropaganda sowie staatliche Willkür, welche zum Wegnahme seiner Kinder geführt hätten.

Rechtes Bild: Carsten Hennigfeld gibt dem BR ein Interview, nachdem er am 23.01.2014 in München wegen Beleidigung von Landtagsabgeordneten aus dem Sozialausschuss des Landtages geworfen worden war. Er kann es nicht verstehen, was die Gesellschaft an der körperlichen Züchtigung seiner Kinder auszusetzen hat.

Nachtrag: Beachtet auf beiden Videos das Verhalten seiner Frau, Britta Hennigfeld! Wie willenlos und dressiert sie ihren Mann immer wieder anschaut. Wird sie etwas gefragt, kommen klerikalkonservative Standardsätze sowie viel Zögern und Zaudern. Sie weiß nicht, was sie sagen soll! Selbsttätiges denken scheint bei den Frauen der 12 Stämme nicht gewünscht. Und dann dieses inhaltsleere Grinsen…

Agrippino: Mit Kinderarbeit an Kindern arbeiten

So, es gibt endlich wieder einen kommentierungswüdigen Artikel von Agrippino, nämlich Zwölf Stämme, Vorwürfe haltlos, keine ungesetzliche Arbeitszeiten noch Kinderarbeit.

Es sei auf einige ausgewählte Textstellen eingegangen, an denen sich besonders effektiv zeigen lässt, wie verquer die Logik unseres Sekten-Connoisseurs doch ist.

Auf den unbestrittenen Vorwurf, dass die Kinder arbeiten müssen, greift er in einem letzten Rettungsversuch zu folgender Trotzreaktion:

Ich mag mich noch gut erinnern: In dem Kinderheim wo ich aufgewachsen bin “durften” wir jeden Tag von 13:00 bis 16:00 arbeiten, wenn wir keine Schule hatten. In den Ferien war es sogar von 08:00 bis 17:00. Helfen auf dem Bauernhof.

Aha. Weil du es tun musstest, ist es richtig, gell Agrippino?! Dabei war dir dein Aufenthalt im Kinderheim bislang doch stets genehm, um zu zeigen, wie schlimm es in Kinderheimen in jenen Tagen zuging. Jetzt wo die 12 Stämme aber ähnliche Methoden anwenden, wie deine Erzieher es einst taten, scheinst du plötzlich billigend zu akzeptieren, was damals mit dir geschah. War es also doch nicht so schlimm in deinem damaligen Kinderheim? Oder ist es vielleicht bei den 12 Stämmen doch so schlimm, wie es damals bei dir im Kinderheim war? Kleiner Tipp: die letztgenannte Variante ist korrekt, denn Kinderheime waren zu deiner Kinder- und Jugendzeit wirklich Höllen für Kinder und Jugendliche – das ist vielfach nachgewiesen. Aber schön, dass selbst du bereits erste Gemeinsamkeiten zwischen den 12 Stämmen und anderen Organisationen,welche systematisches Unrecht betreiben, festgestellt hast!

Und jetzt macht er die Kinderarbeit noch zum guten Werk der Eltern an ihren „Früchten“ (um mal das Fundi-Sprech zu übernehmen):

Helfen, lernen zu arbeiten und Pflichten zu übernehmen ist absolut wichtig  für das Kind und für seine Zukunft und hat nichts mit Kinderarbeit zu tun.

Genau so ist es, mein Guter! Lernen zu arbeiten und Pflichten zu übernehmen ist absolut wichtig für den Nachwuchs und hat nichts mit Kinderarbeit zu tun! Deshalb wundere ich mich, wie die Kinder bei den 12 Stämmen jene Tugenden mittels Kinderarbeit lernen sollen.

Der kluge Leser wird bereits gemerkt haben, dass Argippino mal wieder enorm vereinfacht hat, damit ihm der Sachverhalt in den Kram passt. Es wird aber jedem mit Restverstand klar sein, dass das Zusammensortieren von Solar-Bausätzen sowie das Stechen von Feldrüben nicht darauf vorbereitet, wirkliche Verantwortung zu übernehmen, wie auf Geschwister aufzupassen oder eine Maschine zu überwachen. Das ist nämlich einfach nur Ausbeutung und Dummhaltung – denn wer viel arbeitet, denkt nicht so viel selbstständig nach. Dies hat schon Berthold Brecht in seinem Werk Leben des Galilei sehr gekonnt dargelegt.

Mal davon abgesehen, dass noch ein zweiter Fehler im Agrippino’schen Denkansatz ist: das Arbeiten und vor allem das Übernehmen von Pflichten sollten nämlich Jugendliche erlernen, und nicht Kinder! Denn bei aller Liebe: Kinder stellen aufgrund einer noch nicht ausgebildeten Wissenschaftsfähigkeit (kommt erst so mit dem zwölften Lebensjahr) Dinge an, welche der Ratio widersprechen. Und das dürfen Kinder auch – erwachsen werden sie noch früh genug! Davor sollen sie einfach Kinder sein und unbeschwert spielen, lachen und sich freuen dürfen. Das ist diese Sache mit der glücklichen Kindheit. Möchte man den Nachwuchs bereits im Kindesalter für ökonomische oder religöse Ziele nutzbar machen, so geht dies nur mittels körperlicher und seelischer Gewalt. So wie bei den 12 Stämmen.

Die penetranten Nazivergleiche der 12 Stämme

Ist es euch schon aufgefallen, liebe Leser?

Gefühlt jeder dritte Beitrag auf den deutschen sowie englischen Blogs der 12 Stämme befasst sich mit der deutschen Vergangenheit, um genauer zu sein mit der Nazizeit:

Gesetze ändern sich, das Gewissen nicht!
The law changes; conscience doesn’t
Dieser Beitrag soll Ihnen helfen das deutsche Rechtssystem besser zu verstehen …
The Road Less Taken
They Came for Me and I did not Go

Vor allem auf dem englischen Blog soll für die englischsprachige Welt (im Regelfall wohl für US-Amerikaner) der Eindruck generiert werden, Christen würden in Deutschland von braunen Horden unterdrückt – und das vor allem dann, wenn sie einen jüdischen Lebensstil nach dem Alten Testament pflegen. Es soll so wirken, wie als wäre Adolf schon halb zurück. Auch unser Agrippino bläßt ja in dieses Horn.

Deshalb die folgende Information zum Mitmeißeln: Die Kinder der 12 Stämme kamen in Jugendheime, nicht in Konzentrationslager! Sie werden nicht vergast und müssen keine Zwangsarbeit erdulden. Die Entscheidung, sie von ihren Familien weg zu bringen, war weder willkürlich, noch mit rassischen Motiven verknüpft.

So entsteht ein Hirnfurz ~ Verschwörungs-Spezial

Und wieder habe ich für euch einen – mittlerweile wieder gelöschten – Hirnfurz Agrippinos ausgegraben.

Hier der fragliche Artikel als Bild (zum Vergrößern bitte klicken.)

AR - Gemeinsam gegen die Zwölf Stämme, Gaskammern für sie!

Ihr erkennt sicher den Kniff:

  1. Einige Facebooker bedrohen die 12 Stämme mit Taten aus der Zeit des Dritten Reiches (z.B. der Vergasung).
  2. Die entsprechenden Kommentare werden von den Administratoren der betroffenen Facebook-Gruppe gelöscht.
  3. Agrippino sichert sich rechtzeitig eine Kopie dieser Kommentare und geht damit hausieren. Ziel der Aktion:

Die Politiker, Journalisten und 12-Stämme-Aussteiger sollen mit den Nazi-Hetzern von Facebook in einen Topf geworfen, und zu einem Verschwörer-Süppchen verkocht werden.

Laut Agrippino trügen die Reporter die Schuld an jenen Bedrohungen im Netz, dabei sind die Reporter nur die Boten der wahren Bedrohung: nämlich der nicht-virtuellen, sehr realen Bedrohung der Kinder durch ihre eigenen Eltern! Doch schon immer wurden die Boten für die Nachrichten verantwortlich gemacht, welche sie überbringen.

Auch die Behörden und verantwortlichen Politiker hätten durch die Inobhutnahme der 12-Stämme-Kinder dazu beigetragen, dass die 12 Stämme im Internet bedroht wurden. Fakt ist jedoch, dass den Behörden nach dem Videobweis des RTL-Reporters Wolfram Kuhnigk gar keine andere Wahl blieb, als einzugreifen. Letztendlich haben die Eltern die Gewaltandrohungen gegen sie also schlicht selbst verursacht.

Außerdem seien Reporter, Behörden sowie Aussteiger Teil einer Verschwörung zur Vernichtung der 12 Stämme – das sagt zumindest Agrippino. Und alle drei bekommen durch die Verquickung mit den Nazi-Hetzern von Facebook von unserem Schweizer auch noch rechtsextreme Motive angedichtet.

Das Bild, welches Agrippino aus seinem Artikel entfernt hat, ist übrigens dieses hier:

jasmin_kaupe

Es ist an diesem Konversationsverlauf klar zu erkennen, dass es auch Mitglieder in der Facebook-Gruppe gibt, welche solch niederträchtigen Textdurchfall nicht zu tolerien gewillt sind. Dies erwähnt er in seinem Text aber nicht.